Dabei Sein

Wo?

  • Das Repair-Café findet im Gebäude der Werk-statt-Schule (Kniestr. 10, 30167 Hannover) statt, in dem sich auch die Stadt-Teil-Werkstatt befindet. Deshalb gibt es eine besonders gute Ausstattung mit Maschinen, Werkzeug und sonstigem Material. 
  • Auf dem Hof kann man nicht parken. Sie können schwere Dinge auf dem Hof ent- und einladen. Sie müssen Ihr Auto sofort nach dem Ein- oder Entladen wegfahren.

Wann?

  • Am zweiten Samstag im Monat von 14:00 bis 17:30 Uhr. 
  • Die Räume werden sonst als Schule genutzt. Deshalb müssen wir viel umbauen, umräumen und vorbereiten. Auch bei schlechtem Wetter können wir die Tür daher erst um 14:00 Uhr und nicht früher für Sie öffnen. 

Wer? 

Bei uns reparieren Ehrenamtliche, die Expert*innen für verschiedene Bereiche, z.B. Elektronik, Textil oder Fahrrad sind. Unser ganzes Team ist ehrenamtlich da, d.h. in unserer Freizeit, ganz und gar freiwillig und ohne Bezahlung. Deshalb sind mal mehr und mal weniger Personen vor Ort.

Warum?

  • Wir sind da, weil es uns um Nachhaltigkeit geht: Wir wollen Müll vermeiden und dass Ressourcen wertgeschätzt werden. Uns sind ein solidarisches Miteinander in der Gesellschaft und gemeinsames Lernen wichtig. Uns macht die Mitarbeit im Repair-Café Spaß. 
  • Es ist kein günstiger Reparaturservice. Wir verstehen uns als letzte Station vor der Mülltonne und nicht als Konkurrenz zu kommerziellen Reparatur-Dienstleistern.

Was wird repariert und was nicht? 

  • Bitte bringen Sie nur einen einzigen kaputten Gegenstand pro Person mit, damit an diesem Nachmittag möglichst vielen Menschen geholfen werden kann. Eigentlich können Sie alles mitbringen, außer den folgenden Dingen:
  • Was nicht: Waffen, „weiße Ware“ (Kühlschränke, Spül- und Waschmaschinen, Trockner),Verbrennungsmotoren jeder Art werden grundsätzlich nicht repariert.  Reparaturen, die nicht zu unserem Selbstverständnis passen, können wir ablehnen.

Wie läuft mein Besuch im Repair-Café ab?

  • Sie melden sich am Empfang und füllen einen Fragebogen aus. Darin beschreiben Sie den Reparaturbedarf (was funktioniert an Ihrem Gegenstand nicht?) und unterschreiben die Haftungsbegrenzung (d.h. dass der mitgebrachte Gegenstand keinen einklagbaren Wert hat – er ist kaputt und Sie würden ihn entsorgen, falls er nicht repariert werden kann), sowie die Hausordnung. Hier können Sie sich den Fragebogen durchlesen: Link
  • Die Zettel werden mit einem Farbcode markiert, an dem die Reihenfolge der Ankunft erkennbar ist. Dann hängen Sie Ihren Zettel an die grüne Metalltafel etwas weiter hinten im Gang.
  • Jetzt beginnt das Warten. Sie können Kaffee und Kuchen genießen, mit anderen Wartenden ins Gespräch kommen oder die ausliegenden Tageszeitungen lesen. Bei schönem Wetter auch auf dem Hof. Aber verlassen Sie bitte das Gelände nicht und bleiben Sie aufmerksam, denn:
  • Sie werden (wie im Wartezimmer einer Praxis) aufgerufen. Die Reparateur*innen lesen sich die Beschreibungen durch, entscheiden, welchen Auftrag sie als nächstes annehmen können und suchen dann Sie und Ihr Objekt.
  • Sie gehen gemeinsam zum Arbeitsplatz. Sie beschreiben den Fehler. Gemeinsam mit Ihnen prüft der/die Expert*in, wo der Defekt ist und nimmt sich Zeit, Ihnen alles zu erklären und Fragen zu beantworten. Unter Anleitung können Sie sich nicht nur passiv, sondern auch aktiv an der Reparatur beteiligen. 
  • Folgende Ergebnisse der Reparaturen sind möglich: 

a) Ihr Objekt kann repariert werden. Vielleicht benötigt es ein Ersatzteil, das vorrätig ist. Dann können Sie es direkt erwerben und es kann eingebaut werden. Sie entscheiden, ob die Reparatur gelungen ist oder nicht, entscheiden Sie. Das wird auf dem Auftragszettel notiert, damit es in unsere Statistik aufgenommen werden kann.

b) Ihr Objekt kann repariert werden, benötigt aber ein Ersatzteil, das nicht vorrätig ist. Sie bekommen eine Kaufempfehlung und bringen das Teil bei Bedarf zum nächsten Repair-Café mit. Ihr Gerät können Sie in der Zwischenzeit nicht hier lagern, Sie müssen es wieder mitnehmen.

c)  Ihr Objekt ist nicht mehr zu reparieren. Sie müssen es mit nach Hause nehmen, bei uns können Sie es nicht wegwerfen.

  • Bevor Sie gehen:
    • Sie füllen einen anonymen Rückmelde-Bogen aus, damit wir wissen, ob Sie zufrieden waren und was wir ggfs. besser machen können. Je konkreter, desto besser. (Auch dieser Text entstand aus der Anregung auf einem solchen Bogen – die Vorschläge werden also gelesen und nach Möglichkeit umgesetzt!)
    • Sie werfen den Geldbetrag, der Ihnen Reparatur, Kaffee und Kuchen wert waren, in den Spendentopf auf der Kaffeetheke.

Wie lange dauert die Reparatur?

  • Wir können Ihnen leider nicht garantieren, dass Sie drankommen. Das hängt auch davon ab, wie viele Ehrenamtliche reparieren. Wenn unserer Einschätzung nach die Höchstgrenze erreicht ist, nehmen wir am Empfang keine Aufträge mehr an. Unsere über zehnjährigen Erfahrungswerte zeigen, dass wir maximal 60 Aufträge an einem Tag bearbeiten können.
  • Nur nach professioneller Prüfung lässt sich sagen, ob ein Objekt zu reparieren ist oder nicht. Daher kann die Person am Empfang keine Einschätzung geben, wie lange die Reparatur dauert und wie lange Sie warten müssen. 
  • Sie kommen nicht automatisch „nach der Reihe“ dran. Das liegt daran, dass nicht alle Ehrenamtlichen alle Aufträge annehmen: Jede/r sucht nur die Aufträge aus, für die er/sie die jeweilige Fachkenntnis hat. Ein Beispiel: Wenn nur eine Fachperson für Fahrräder da ist, kommen vielleicht 12 Leute (mit Staubsauger, Kaffeemaschine, PC und einen zerbrochenen Stuhl) vor Ihnen dran, obwohl Sie schon früher da waren. 
  • Wenn Sie sehr wenig Zeit haben, kommen Sie bitte an einem anderen Samstag wieder.

Wie hoch sind die Chancen, dass mein Objekt repariert wird?

Nur eine sorgfältige Prüfung durch die/den Expert*in zeigt, ob ein Objekt repariert werden kann oder nicht. Die Person am Empfang kann Ihnen das nicht sagen. Die Quote erfolgreicher Reparaturen über die letzten 10 Jahre liegt bei ca. 67%. Daraus lässt sich für Ihren individuellen Fall aber keine Aussage ableiten. 

Wie viel kostet die Reparatur?  

Es gibt zwei getrennte Kassen für 

  • … Material und Ersatzteile: Diese müssen bezahlt werden. Die Materialkasse wird von Herrn Wilharm (Reparateur) geführt (Mehrwertsteuerpflichtige Einnahmen). Verwendetes Material müssen Sie auch dann bezahlen, wenn die Reparatur nicht erfolgreich war. Wir haben es ja trotzdem gekauft und müssen es nachkaufen. 
  • … Reparatur, Kaffee und Kuchen: Ihre freiwillige Spende unterstützt unser Repair-Café . Die Spendenkasse (Mehrwertsteuerbefreite Einnahmen) steht auf dem Tresen mit Kaffee und Kuchen. Es gibt es keine pauschale Antwort, wie viel Geld Sie geben sollten. Mit Ihrer Spende sagen Sie uns „Danke“ für unser gesamtes Angebot. Sie können sich fragen, welchen emotionalen und finanziellen Wert der Gegenstand für Sie hat. Wie gesagt: Wir verstehen uns als letzte Option vorm Wegwerfen, d.h. bei erfolgreicher Reparatur sparen Sie den Neukauf. 


Wie kann ich das Repair-Café sonst noch unterstützen?

  • Sie können Kuchen oder Kekse spenden.
  • Sie können selbst als Ehrenamtliche/r mitarbeiten.
  • Sie können eine Mitgliedschaft für ein Jahr für die Stadt-Teil-Werkstatt erwerben. Die Karte kostet 45€. Damit können Sie die Ausstattung der Räume zu den Öffnungszeiten der Stadt-Teil-Werkstatt für 6€/Stunde für eigenverantwortliche Reparatur-, Upcycling- oder Neubauprojekte nutzen, zwei Stunden sind gratis inbegriffen. Sie können damit auch Werkzeuge ausleihen.
  • Sie können nach Rücksprache Fahrräder und Werkzeug spenden, allerdings können wir diese nicht während des Repair-Cafés, sondern nur zu den Öffnungszeiten der Stadt-Teil-Werkstatt annehmen. Andere Sachspenden können wir leider nicht annehmen. Es gibt keinen Platz in den Räumen, die an allen anderen Tagen der Woche anders genutzt werden. 
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